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Preis für Gössner

Der Bremer Bürgerrechtler, Publizist und Rechtsanwalt Rolf Gössner erhält den »Kölner Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik«. Der Preis wird gestiftet von der Neuen Rheinischen Zeitung und Göss­ner am Dienstag ab 19 Uhr im »Weißen Holunder«, in der Gladbacher Straße 48 vergeben. Die Laudatio auf Rolf Gössner wird der erste Karls-Preisträger aus dem Jahr 2008, Werner Rügemer, halten. Vor der Preisverleihung wird der Fernsehfilm »Ein Staat sieht ROT – Justizopfer des Kalten Krieges« zu sehen sein, den Rolf Gössner 1994 als Co-Autor zusammen mit dem Kölner KAOS Film- und Video-Team gemacht hat. Darin geht es um die Kommunistenverfolgung in Westdeutschland nach dem Verbot der KPD 1956. Gössner selbst stand von 1970 bis 2008 ununterbrochen unter Beobachtung des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Das dürfte die längste Dauerbeobachtung einer unabhängigen Einzelperson durch den Geheimdienst gewesen sein, die bislang dokumentiert werden konnte. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.05.2012, Seite 13, Feuilleton

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