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Jacques D’Hondt tot

Die französische Tageszeitung Le Monde meldete am Mittwoch, daß der Philosoph Jacques D’Hondt am 10. Februar in Paris gestorben ist. D’Hondt wurde 1920 in Tours geboren, arbeitete als Lehrer und war während des Zweiten Weltkrieges Mitglied der Widerstandsbewegung Combat. 1970 gründete er in Poitiers das Forschungs- und Dokumentationszentrum zu Hegel und Marx. Durch Arbeiten wie »Hegel – Philosoph der lebendigen Geschichte« (1966), »Verborgene Quellen des Hegelschen Denkens« (1968) und »Hegel in seiner Zeit« (1968) machte er sich weltweit einen Namen. Mehrere seiner Bücher wurden in der DDR übersetzt und herausgegeben. Seine Hegel-Forschungen kulminierten 1998 in einer Biographie des Denkers. D’Hondt war von 1982 bis 1991 Präsident der französischen philosophischen Gesellschaft. 1978 wandte er sich mit »L’Ideologie de la rupture – Die Ideologie des Bruchs« gegen die Konzeption des Philosophen Louis Althusser. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2012, Seite 12, Feuilleton

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