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21.11.2011

Krieg und Gefühl

Literatur: Vor zweihundert Jahren brachte sich Heinrich von Kleist um

Von Kai Köhler
»Das Kriegsgesetz, das weiß ich wohl, soll herrschen, Jedoch die lieblichen Gefühle auch.« In diesem Satz ist zusammengezwungen, was unvereinbar ist. Handelt es sich um einen Formelkompromiß zwischen Krieg und Liebe? Um die Utopie eines gefühlvollen Kämpfers? Um listige Rhetorik? Für alle drei Varianten lassen sich Argumente finden. Jedenfalls kennzeichnet, was Kleist hier einer Dramenfigur in den Mund legt, auf mehrfache Weise die Widersprüche, die ihn zu einem gr...

Artikel-Länge: 24732 Zeichen

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