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Hawemann tot

Der Theaterregisseur Horst Hawemann ist am Mittwoch im Alter von 71 Jahren in einer Berliner Klinik gestorben. Das teilte seine Frau Mirjana in der Freitagausgabe der Berliner Zeitung mit. Ihr Mann, der 1940 in Brandenburg geboren wurde, sei vor einem Jahr an Krebs erkrankt, fügte die gebürtige Serbin an. Kennengelernt hatten sich die beiden beim Studium am Institut für Schauspielkunst in Moskau. Die Diplominszenierung des Verstorbenen, »Herr Puntila und sein Knecht Matti«, lief 1965 am dortigen Armee-Theater. Zwei Jahre später wurde Hawemann am Berliner Theater der Freundschaft engagiert, wo er für Kinder und Jugendliche »Zar Wasserwirbel« oder »Das bucklige Pferdchen« inszenierte. 1977 kam hier sein Stück »Tschapai ... Tschapai ... Tschapajew« zur Uraufführung. Hawemann inszenierte auch in Österreich, Belgien und der Schweiz. 1988 brachte er in Schwerin die Kleinbürger-Groteske »Der Selbstmörder« auf die Bühne, 1989 war er Regisseur an der Volksbühne, die dann von Frank Castorf übernommen wurde, den Hawemann Mitte der 70er an der Berliner Humboldt-Universität im Fach Inszenierungspraxis unterrichtet hatte. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.07.2011, Seite 12, Feuilleton

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