08.03.2011
In den Tod getrieben
Die Polizei hat jahrelang Auskünfte verweigert, warum ein schwerkranker Flüchtling 2008 aus dem Lager Zella-Mehlis geflohen und wie er gestorben ist
Von Gitta Düperthal
Nachdem er über einen langen Zeitraum regelmäßig
Abschiebeandrohungen erhalten hatte, flüchtete er aus dem
Flüchtlingslager Zella-Mehlis in den Wald. Dort sei er auf
grausame Weise ums Leben gekommen, berichteten Mitbewohner aus der
Gemeinschaftsunterkunft bereits im vergangenen Jahr gegenüber
junge Welt über Ruslan Yatskevich, geborener
Polubiatka, aus Belarus. Letztmalig war der damals 32jährige
Asylbewerber am 22. Februar 2008 in Zella-Mehlis gesehen worden.
Zwei...
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