Zum Inhalt der Seite

Thema Mobilität: Auftakt zu weiteren Dikussionen

Gewerkschafter und Betriebsräte, Umweltaktivisten und Globalisierungskritiker, Verkehrspolitiker und Wissenschaftler – bei der Konferenz »Auto.Mobil.Krise« am Wochenende in Stuttgart kamen Menschen zusammen, die sich aus unterschiedlichen Gründen mit dem Thema Mobilität beschäftigten. 80 Referenten – darunter Gewerkschafter aus allen Teilen der Welt – und 350 Teilnehmer diskutierten zwei Tage lang über Alternativen zum derzeitigen Transport- und Verkehrsmodell. Die Konferenz sollte Auftakt für weitere Debatten zu diesen Fragen sein. Und sie sollte der Vernetzung von Aktivisten verschiedener Bewegungen und von Gewerkschaftern aus unterschiedlichen Betrieben dienen. Den großen organisatorischen Aufwand hatten Rosa-Luxemburg-Stiftung und Linksfraktion im Bundestag in Kooperation mit dem wissenschaftlichen Beirat von ATTAC, dem gewerkschaftlichen Basisnetzwerk TIE und der Fraktion SÖS/Die Linke im Stuttgarter Gemeinderat auf sich genommen.

Die künftige Mobilität sei ein »Schlüsselthema«, aber auch eine sehr komplexe Frage, der sich die Linke – womit Gewerkschaften und soziale Bewegungen ebenso gemeint waren wie die Partei gleichen Namens – stellen müsse, erklärte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, zum Auftakt. Die folgenden Debatten machten deutlich, wie vielschichtig das Thema in der Tat ist: Von den Arbeitsbedingungen in den Fabriken über Konversion zu ökologischen Verkehrsformen bis hin zur Kultur des Autos ging es bei den zahlreichen Workshops und Podiumsdiskussionen. Selbstverständlich ein wichtiges Thema war zudem »Stuttgart 21«. Hier bekamen die Konferenzteilnehmer zwischendurch sogar ein bißchen Praxisunterricht: Wegen einer Großkundgebung wurde die Konferenz am Samstag zeitweise unterbrochen.


(dab)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.11.2010, Seite 3, Schwerpunkt

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!