Massive Kritik an Outdoor-Branche
Köln. Namhafte Hersteller von Outdoor-Bekleidung verletzen
nach Erkenntnissen der entwicklungspolitischen Organisation
Christliche Initiative Romero (CIR) zum Teil massiv
arbeitsrechtliche Bestimmungen. Exemplarisch dafür sei eine
Zuliefererfabrik in El Salvador, die Outdoor-Bekleidung für
den Weltmarktführer North Face und die Marken Patagonia,
Marmot und Columbia herstelle. In dem Betrieb würden
»Hungerlöhne« gezahlt und gewerkschaftliche Arbeit
unterdrückt, berichteten CIR-Vertreter am Montag in Köln.
In der untersuchten Fabrik könnten die überwiegend
eingesetzten Arbeiterinnen die Produktionsvorgaben nur durch
»erzwungene« Überstunden erreichen, so der
CIR-Vorwurf. Besuche beim Arzt seien im Krankheitsfall nicht
erlaubt und nur gestattet, wenn der Besuch mindestens drei Tage
vorher angekündigt werde.(dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit
