04.09.2010
Hand in Hand mit Guttenberg
Medienkritik. Wie die schlagzeilenträchtige Enthüllung der Vertuschungsmanöver nach dem Kundus-Massaker vom 4. September 2009 dem Verteidigungsminister hilft, die Bundeswehr global kriegstauglich zu machen
Von Thomas Wagner
Am 4. September 2009 befahl der deutsche Oberst Georg Klein das
Bombardement von zwei Tanklastwagen, die von Aufständischen in
der nordafghanischen Provinz Kundus entführt worden waren. Dem
Luftangriff in dem von der Bundeswehr verwalteten Besatzungsgebiet
fielen nach deren Angaben 91, nach gründlichen Recherchen des
Opferanwalts Karim Popal sogar 137 Menschen zum Opfer. Die
allermeisten von ihnen waren Zivilpersonen aus den umliegenden
Dörfern, darunter viele Kinde...
Artikel-Länge: 19380 Zeichen


