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Bausoldaten-Verein kapituliert

Prora/Berlin. Der Verein ehemaliger DDR-Bausoldaten »Denk-MAL-Prora« stellt seine Arbeit ein. Der aus etwa 30 Zeitzeugen bestehende Trupp werde zum 3. Oktober 2010 aufgelöst, teilte Vereinsgründer Stefan Wolter am Montag in Berlin mit. Damit reagiere man auf die »fragwürdige selektive und unglaubwürdige Erinnerungskultur in Mecklenburg-Vorpommern«, sagte Wolter. Der Verein hatte sich vor zwei Jahren gegründet, um an die früheren Verweigerer des Dienstes an der Waffe in der DDR und den größten Bausoldaten-Standort im Block V des einstigen »Kraft-durch-Freude«-Bades der Nazis zu erinnern. Der Prora-Komplex, in dem Hunderte Wehrdienstverweigerer in vier NVA-Baukompanien untergebracht waren, werde vermarktet und zu einer Jugendherberge ausgebaut, kritisierte Wolter. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2010, Seite 5, Inland

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