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Bofinger will mehr Steuern für Reiche
München. Der »Wirtschaftsweise« Peter Bofinger hat
sich erneut für eine stärkere Besteuerung hoher Einkommen
und einen höheren Spitzensteuersatz ausgesprochen. »Mit
einem Spitzensteuersatz von 50 Prozent hätte ich kein
Problem«, sagte das Mitglied des Sachverständigenrates
zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dem Magazin
Focus-Money laut Vorabbericht vom Dienstag.
Es gehe derzeit »nicht darum zu sparen, sondern darum, die Defizite zurückzufahren – und zwar verursachergerecht«, erklärte der Ökonom. Die Haushaltsdefizite in Deutschland rührten nicht daher, daß in den vergangenen zehn Jahren der Sozialstaat aufgebläht worden sei. Das Problem sei vielmehr die Rettung der Finanzmärkte mit großen Programmen. Davon hätten Menschen mit hohen Bankeinlagen und Vermögen profitiert, da deren Geld andernfalls entwertet worden wäre.
(ddp/jW)
Es gehe derzeit »nicht darum zu sparen, sondern darum, die Defizite zurückzufahren – und zwar verursachergerecht«, erklärte der Ökonom. Die Haushaltsdefizite in Deutschland rührten nicht daher, daß in den vergangenen zehn Jahren der Sozialstaat aufgebläht worden sei. Das Problem sei vielmehr die Rettung der Finanzmärkte mit großen Programmen. Davon hätten Menschen mit hohen Bankeinlagen und Vermögen profitiert, da deren Geld andernfalls entwertet worden wäre.
(ddp/jW)
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