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09.03.2010

Unter der Glasglocke

Alan Pauls geht in seinem Roman »Die Vergangenheit« der Frage nach, warum so viele argentinische Männer seit dem Ende der Militärdiktatur an Gedächtnisschwund leiden

Von Kerstin Cornils
Als in Argentinien Mitte der siebziger Jahre etwa 30000 Menschen in den Gefängnissen der Militärdiktatur verschwinden, werden Rímini und Sofía ein Paar. Während im Land Terror herrscht, zerfasern sich ein Mann und eine Frau in den Abgründen ihrer symbiotischen Beziehung. Draußen setzen sich die Mütter der Plaza de Mayo für die Verschwundenen ein – drinnen haben sich die Liebenden in einem hermetisch abgeschlossenen Bunker verschanzt und sehen sie nicht. Zwölf ...

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