Brüssel genehmigt Gentech-Kartoffel
Ludwigshafen. Die EU-Kommission hat den Anbau der gentechnisch
veränderten Kartoffel Amflora genehmigt. Diese soll nun noch
in diesem Jahr kommerziell angebaut werden, teilte der
Chemiekonzern BASF am Dienstag mit. Die Europäische
Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte laut dem
Konzern wiederholt bestätigt, daß »Amflora«
sicher für Mensch, Tier und Umwelt sei. Die Kartoffel soll
nicht als Lebensmittel eingesetzt werden.
Greenpeace und der BUND kritisierten die Zulassung durch den EU-Kommissar John Dalli scharf. Es sei schockierend, daß die neue Kommission die erheblichen ökologischen und gesundheitlichen Risiken der Genkartoffel ignoriere, sagte Martin Hofstetter von Greenpeace. BUND-Vorsitzender Hubert Weiger nannte die Zulassung einen politischen »Kniefall vor der BASF«. Die Kartoffel enthalte ein Resistenz-Gen gegen Antibiotika, darunter eines, das zu den wichtigsten Arzneimitteln gegen Tuberkulose gehöre. Seine Übertragung auf Bakterien des Magen-Darm-Trakts sei nicht auszuschließen. (ddp/jW)
Greenpeace und der BUND kritisierten die Zulassung durch den EU-Kommissar John Dalli scharf. Es sei schockierend, daß die neue Kommission die erheblichen ökologischen und gesundheitlichen Risiken der Genkartoffel ignoriere, sagte Martin Hofstetter von Greenpeace. BUND-Vorsitzender Hubert Weiger nannte die Zulassung einen politischen »Kniefall vor der BASF«. Die Kartoffel enthalte ein Resistenz-Gen gegen Antibiotika, darunter eines, das zu den wichtigsten Arzneimitteln gegen Tuberkulose gehöre. Seine Übertragung auf Bakterien des Magen-Darm-Trakts sei nicht auszuschließen. (ddp/jW)
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