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AKW-Lobby mobilisiert gegen Röttgen

Berlin. Der Vorstoß von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zum raschen Atomausstieg ist auf harsche Kritik in Baden-Württemberg und Hessen gestoßen. Die dortigen Amtskolleginnen Tanja Gönner und Silke Lautenschläger (beide CDU) verwiesen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ausdrücklich auf den Koalitionsvertrag, der längere Laufzeiten vorsieht. Die Atomenergie werde »sicher noch über das Jahr 2022 hinaus« gebraucht, argumentierten sie. Röttgen hatte zuvor dafür plädiert, sich möglichst bald von der Atomkraft zu verabschieden und auf erneuerbare Energien zu setzen.

In Deutschland gibt es derzeit 17 AKW. In Baden-Württemberg droht laut dem »rot-grünen« Atomausstieg dem alten Meiler Neckarwestheim1 demnächst die Abschaltung, in Hessen ist es der Atommeiler Biblis A. Ihre Laufzeit könnte verlängert werden, wenn sie Stromkontingente aus dem stillgelegten Reaktor Stade erhielten. Darüber laufen derzeit die Verhandlungen mit den Stromkonzernen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2010, Seite 4, Inland

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