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Parteikongreß der kurdischen BDP

Ankara. Am Montag hielt die kurdischen »Partei für Frieden und Demokratie« (BDP) in Ankara einen Außerordentlichen Kongreß ab. Es war das erste Treffen dieser Art, nachdem die BDP zum Auffangbecken für Mitglieder, Abgeordnete und Bürgermeister der im Dezember verbotenen »Partei für eine demokratische Gesellschaft« (DTP) geworden war.

»Egal ob der Name DTP oder BDP ist, wir werden den organisierten Kampf für die Freiheit der Kurden fortsetzen«, erklärte BDP-Vorsitzende Demir Celik am Montag.
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Wie das Massenblatt Hürriyet anmerkte, wurde zu Beginn der Versammlung nicht wie sonst bei Parteikongressen in der Türkei üblich die Nationalhymne gespielt. Statt dessen wurden die Namen verhafteter BDP-Bürgermeister und von »Sicherheitskräften« getöteter Zivilisten verlesen. Einige Teilnehmer schwenkten Bilder des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan und PKK-Symbole.

Die Delegierten wählten einen neuen Vorstand mit einer Doppelspitze aus zwei Parlamentsabgeordneten, dem Juristen Selahattin Demirtas und der Journalistin Gülten Kisanak. Kisanak zeigte sich zuversichtlich, daß die BDP die islamisch-konservative AKP-Regierung in den kurdischen Gebieten verdrängen und so zur landesweiten Niederlage der AKP beitragen werde.
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2010, Seite 7, Ausland

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