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Konferenz: »Keine Kriegs- und Rüstungsforschung an den Hochschulen«

Studierende der Berliner Hochschulen und Friedensaktivisten setzen eine Art Kontrapunkt zur internationalen Besatzerkonferenz in London in der vergangenen Woche. Unter dem Motto »Deutschland im Krieg« organisieren sie am 6. Februar ab 13 Uhr einen alternativen Afghanistan-Kongreß an der Humboldt-Universität (Unter den Linden 6, Raum 2002). In der Einladung heißt es u.a.: »Wir Studierenden (…) möchten eine Diskussion an der Basis der Gesellschaft über die aktuellen Verhältnisse in Afghanistan, die geostrategischen und ökonomischen Pläne der westlichen Mächte erreichen sowie Fragen zum Völkerrecht und zu den Konsequenzen des Krieges für die inneren Zustände in Deutschland beantworten. Die Initiatoren greifen hiermit eine Forderung des Bildungsstreiks auf: keine Kriegs- und Rüstungsforschung an den Hochschulen.«

Konferenzthemen sind

– Gegenwärtige Situation in Afghanistan (Christine Buchholz, Die Linke)

– Vorgegebene und tatsächliche Kriegsgründe. Geopolitische Bedeutung Afghanistans (Lühr Henken, Bundesausschuß Friedensratschlag)


– Der Afghanistan-Krieg aus Sicht des Völkerrechts. Rolle des UN-Mandats OEF und ISAF – Einsätze mit unterschiedlicher Zielsetzung und Legitimation? (Norman Paech, Völkerrechtler)

– Auswirkung des Krieges auf unsere Gesellschaft. Abbau von Demokratie, erneuter Versuch, das Gewaltverbot im Grundgesetz in Frage zu stellen (Eberhard Schultz, Rechtsanwalt)

– Zivil-militärische Zusammenarbeit in Wirtschaft und Hochschule (Mechthild Exo, Friedens- und Konfliktforscherin)

Veranstalter: Bildungsstreik AG Antimilitarismus, Die Linke.SDS-Berlin, Gruppen der Friedenskoordination, Grüne Hochschulgruppe FU, ATTAC (Berlin)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2010, Seite 3, Schwerpunkt

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