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Gratiswerbung

Der deutsche Hochdruckreinigerhersteller Kärcher stößt mit Protesten gegen die Verwendung des Firmennamens im Zusammenhang mit der Säuberung der Banlieus verwahrt, bei der französischen Regierung auf taube Ohren. Staatssekretärin Fadela Amara, in deren Zuständigkeitsbereich die Vorstädte gehören, hatte in der Zeitung Le Figaro vom Montag jedenfalls kein Verständnis für die Firma: »Das ist Gratiswerbung, und außerdem heißt das, daß ihre Produkte effizient und von guter Qualität sind.« Staatschef Nicolas Sarkozy hatte 2005 als Innenminister gesagt, er wolle die Vorstädte »mit dem Kärcher« von Kriminellen befreien. Seitdem ist der Hochdruckreiniger in Frankreich ein fester Begriff in der Debatte um die Elendsviertel. Amara verwendete ihn zuletzt Mitte Januar, als sie nach dem Tod eines Jungen bei einer Bandenschießerei in einer Vorstadt von Lyon erklärte: »Ja, man muß mit dem Kärcher drübergehen und diese Gewalt ausrotten, die unsere Kinder in den Vorstädten umbringt«. Kärcher hatte daraufhin zum wiederholten Mal protestiert. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2010, Seite 13, Feuilleton

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