27.01.2010
Abschiebung prämiert
Westafrikanische Flüchtlinge werden oft mit auf dubiosen Wegen beschafften Papieren abgeschoben. Bremer Innensenator akzeptiert gerichtliche Rüge dieser Praxis
Von Kristina Vogt, Bremen
Bereits seit Jahren kritisieren Rechtsanwälte und
Flüchtlingsinitiativen, daß westafrikanische
Flüchtlinge mit Paßersatzpapieren abgeschoben werden,
die mit dubiosen Methoden beschafft worden sind. Aus
Verfahrensakten ergab sich oft, daß deutsche
Ausländerbehörden nichtautorisierten Mitgliedern von
»Botschaftsdelegationen« Handgelder in Höhe von
250 bis 2500 Euro für die Ausstellung solcher Dokumente
gezahlt hatten.
Seit zwei Wochen liegt nun ein Beschluß des
Verwa...
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