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13.01.2010
- → Ausland
Deportierte wollen Entschädigung
Warschau. Ein Verband polnischer Deportierter fordert
humanitäre Hilfe von der Deutschen Bahn. Die Bahn sei die
Nachfolgerin der Deutschen Reichsbahn, die finanziell enorm durch
den Transport von Naziopfern profitiert habe, sagte der
Präsident des größten Deportiertenverbandes des
Landes, Stanislaw Zalewski, am Dienstag. Heute wolle die Deutsche
Bahn auf dem polnischen Markt aktiv werden. Da sei es nur gerecht,
wenn sie einen Teil ihrer Einkünfte den ehemaligen
Deportierten zur Verfügung stelle. Nach Angaben des 2007 in
Rheinland-Pfalz gegründeten Vereins »Zug der
Erinnerung« verdiente die Reichsbahn auf die heutige
Währung umgerechnet mindestens 445 Millionen Euro mit den
Massendeportationen.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
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