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Deportierte wollen Entschädigung

Warschau. Ein Verband polnischer Deportierter fordert humanitäre Hilfe von der Deutschen Bahn. Die Bahn sei die Nachfolgerin der Deutschen Reichsbahn, die finanziell enorm durch den Transport von Naziopfern profitiert habe, sagte der Präsident des größten Deportiertenverbandes des Landes, Stanislaw Zalewski, am Dienstag. Heute wolle die Deutsche Bahn auf dem polnischen Markt aktiv werden. Da sei es nur gerecht, wenn sie einen Teil ihrer Einkünfte den ehemaligen Deportierten zur Verfügung stelle. Nach Angaben des 2007 in Rheinland-Pfalz gegründeten Vereins »Zug der Erinnerung« verdiente die Reichsbahn auf die heutige Währung umgerechnet mindestens 445 Millionen Euro mit den Massendeportationen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2010, Seite 7, Ausland

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