09.01.2010
Pogrome an der türkischen Ägäisküste
Nach rassistischem Angriff auf Roma-Siedlung: Gouverneur veranlaßt Umsiedlung von 74 Bewohnern
Von Nick Brauns
Nach Pogromen türkischer Nationalisten in der Kleinstadt
Selendi an der Ägäisküste hat der Gouverneur der
Provinz Manisa am Donnerstag 74 Roma, darunter 15 Kinder, in
Fertighäuser des Roten Kreuzes in der Nachbarstadt Salihli
umsiedeln lassen. Die Auseinandersetzungen hatten in der
Silvesternacht begonnen, als der Besitzer einer Teestube Ramazan
Yildiz dem Rom Burhan Ucku erklärte: »Kein Tee für
Zigeuner«. Ucku wurde gewaltsam aus dem Teehaus geworfen,
anschließend ...
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