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Ermittlung gegen sechs deutsche Soldaten
Hamburg. Sechs Monate nach einem tödlichen Zwischenfall in
Afghanistan ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen sechs
Bundeswehrsoldaten. Das Verfahren sei wegen Totschlags und
versuchten Totschlags eingeleitet worden, berichtet der Spiegel am
Freitag vorab. Die Ermittler begründeten ihre Entscheidung
damit, daß bisher nicht abschließend geklärt
werden konnte, ob bei dem Vorfall am 19. Juli eine Notwehrsituation
vorgelegen habe. Dabei sollen die Soldaten einen Jugendlichen
getötet und zwei weitere Zivilisten schwer verletzt haben.
Nach Bundeswehrangaben war der zwischen zwölf und 14 Jahre
alte Junge Insasse eines Kleintransporters, der sich mit hoher
Geschwindigkeit auf einen deutschen Kontrollpunkt zubewegte. Auf
Warnschüsse habe der Fahrer nicht reagiert. Die Soldaten
hätten sich daher gezwungen gesehen, auf das Fahrzeug zu
schießen. (ddp/jW)
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