-
28.11.2009
- → Inland
Sendeschluß für ZDF-Chefredakteur
Berlin. Der Vertrag von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender ist
nicht verlängert worden. Die Abstimmung im ZDF-Verwaltungsrat
ging am Freitag in Berlin mit sieben zu sieben Stimmen aus. Das
teilte der Vorsitzende des Gremiums, der rheinland-pfälzische
Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), mit. Für eine
Vertragsverlängerung wären aber neun Ja-Stimmen notwendig
gewesen. Dem Treffen waren ein monatelanger Machtkampf und eine
heftige Debatte über politische Einflußnahme in der
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt vorausgegangen.
ZDF-Intendant Markus Schächter hatte sich dabei für
Brender eingesetzt. Der hessische Ministerpräsident Roland
Koch (CDU) hat sich jedoch als Wortführer der Unionsmehrheit
im Verwaltungsrat gegen den 60jährigen Journalisten
positioniert.
(AP/jW)
(AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland