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Knigge-Kurse

Am Sonntag wird im Bremer Focke-Museum eine Sonderausstellung zum Thema Manieren eröffnet, die eine halbe Million Euro gekostet hat. Bis Ende Mai sind 200 Exponate (Gemälde, Porzellane, Druckgrafiken etc.) auf 800 Quadratmetern zu sehen. Hans-Michael Klein, Vorsitzender der Deutschen Knigge-Gesellschaft, hofft auf ein bißchen Aufklärung über Adolph Freiherr Knigge: »Ich würde mir wünschen, daß dieser unkontrollierte Knigge-Hype dadurch ein wenig abnimmt«, sagte er im Interview mit der Nachrichtenagentur ddp. Klein, dessen Knigge-Kurse im vergangenen Jahrzehnt um die 20000 Teilnehmer hatten, sagt, es sei aus der Mode gekommen, auch mal »Das gehört sich nicht« zu sagen. »Das gilt inzwischen in der Erziehung als autoritär oder bevormundend.« Ein Fall für Klein: »Im Elternhaus muß wieder mehr Knigge stattfinden.«

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.11.2009, Seite 13, Feuilleton

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