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Kafka-Nachlaß

Im Streit um Handschriften Franz Kafkas (1883–1924) aus dem Nachlaß Max Brods hat eine Miterbin des Brod-Archivs den Staat Israel attackiert. In dem Erbverfahren »saßen wir plötzlich drei Anwälten gegenüber, die uns erklärten, daß Israel die Dokumente beanspruche. Das war schrecklich – wie eine Geschichte von Kafka«, sagte die in Tel Aviv lebende Eva Hoffe der Zeit. Begründet worden sei dieser Anspruch ihr gegenüber bislang noch nicht. Kafkas Handschriften befinden sich laut Hoffe seit einem halben Jahrhundert in einem Banksafe in der Schweiz. Staatliche israelische Organisationen stellten das Besitzrecht der Brod-Erben an den Papieren in Frage. Der Staat beansprucht die Dokumente als nationales Kulturgut. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.11.2009, Seite 13, Feuilleton

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