Zum Inhalt der Seite

Diederichsens Durcheinander

Die baden-württembergische Landesregierung muß nach Auffassung eines externen Beratergremiums ihre Kulturpolitik besser koordinieren. Es gebe »manchmal zuviel Neben- und Durcheinander«, sagte der Vorsitzende des Landeskunstbeirats, Ernst Elitz, am Donnerstag bei der Übergabe eines Abschlußberichts des von ihm geleiteten Gremiums an Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Elitz forderte die Regierung unter anderem dazu auf, die Vielzahl an Festivals und Preisen kritisch zu überprüfen. Der Beirat wurde 2006 für die Dauer von drei Jahren eingesetzt. Neben dem früheren Deutschlandradio-Intendanten Elitz gehörten ihm u.a. der Publizist Diedrich Diederichsen, der Komponist Wolfgang Rihm und der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Klaus Zehelein, an. Getagt wurde insgesamt zwölfmal. (ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.11.2009, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!