Zum Inhalt der Seite

Ver.di will mit Kino ­Babylon verhandeln

Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat den Betreibern des Berliner Kinos Babylon Mitte Verhandlungen über einen Tarifvertrag angeboten. Wegen der »besonderen Bedeutung« des mit öffentlichen Mitteln geförderten Filmtheaters habe er die Angelegenheit »zur Chefsache gemacht«, teilte ver.di-Landesbezirksvize Andreas Köhn am Dienstag abend auf jW-Anfrage mit. Babylon-Geschäftsführer Timothy Grossman wollte dies am Mittwoch auf jW-Nachfrage nicht kommentieren. Die anarchosyndikalistische FAU hatte der Babylon-Geschäftsführung Mitte Juni einen Entwurf für einen Haustarifvertrag vorgelegt. Letztere weigert sich bislang, darüber zu verhandeln. »Anarchisten, die eine Welt ohne Staat und Bosse wollen«, seien für ihn keine Gesprächspartner, erklärte Grossman gegenüber jW. Der FAU-Entwurf lehnt sich an den ver.di-Bundestarifvertrag an, das geforderte Entgeltniveau liegt etwas höher.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.09.2009, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!