08.08.2009
Ein deutscher Blues
Alte, noch offene Wunden: Zum 13. Todestag der afrodeutschen Autorin und Aktivistin May Ayim, nach der eine Berliner Uferstraße benannt wird
Von Deniz Utlu
Vor 14 Jahren veröffentlichte May Ayim, eine junge Frau aus
Hamburg, ihren ersten Lyrikband »blues in schwarz
weiss«. Zwei Jahre später erschien postum der Band
»nacht gesang« mit Gedichten aus ihrem Nachlaß.
Ayim schrieb auch Essays und war politische Aktivistin.
Geboren am 3. Mai 1960 in Hamburg, hatte sie im Heim laufen
gelernt, war bei Pflegeeltern in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen.
Sie schrieb mit »schmerzendem deutsch / auf den lippen«
über eine Kindheit in...
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