23.03.2009
Organisierte Kriminalität
Neoliberale Praxis läßt nicht nur das Finanzsystem zusammenbrechen: Koordinierte Verantwortungslosigkeit machte Kölner Häusersturz möglich. Eine vorläufige Bilanz
Von Werner Rügemer
Am 3. März öffnete sich vor dem Kölner Stadtarchiv
ein Krater, in den das sechsstöckige Gebäude, 50 Meter
lang und 27 Meter breit, sowie zwei angrenzende Häuser
innerhalb weniger Sekunden hineinstürzten. Am Boden der
Baugrube vor dem Archiv, in 28 Meter Tiefe, hatten acht Bauarbeiter
das plötzliche massive Eindringen von Schlamm, Kies und
Grundwasser bemerkt, der Boden hob sich. Die Arbeiter versuchten
abzudichten, flüchteten nach oben, ahnten, daß etwas
Fürchterlic...
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