21.01.2009
»Ruhrgebiet ist mythisch«
Postproletarische Literatur, Gewalt und kein Rummel. Ein Gespräch mit Ralf Rothmann
Interview: Frank Schäfer
Der Schriftsteller Ralf Rothmann ist Jahrgang 1953 und wohnt in Berlin-Friedrichshagen, in einem sandfarbenen, mit seinen hellen Fensterläden fast mediterran anmutenden Reihenhaus. Aufgewachsen ist er im Ruhrgebiet. Seine Romane (»Stier«, »Milch und Kohle«, Flieh, mein Freund« oder »Hitze«) spielen in beiden Gegenden.
F: Es scheint so etwas wie ein Lebensthema zu geben, das Ihre Romane bestimmt: jugendliche Emanzipation. Ihre Helden und Ich-Erzähler sind häufig im R...
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