Zum Inhalt der Seite

Autonome bekennen sich zu Anschlag

Frankfurt (Oder). Nach einem Anschlag auf zwei Autos eines NPD-Funktionärs im brandenburgischen Biesenthal ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) wegen des Verdachts der Brandstiftung. Es gebe ein Bekennerschreiben, das auf einen politischen Hintergrund schließen lasse, sagte Staatsanwalt Ulrich Scherding am Donnerstag. In Brandenburg finden am 28.September Kommunalwahlen statt, bei denen NPD und/oder DVU in fast allen Landkreisen kandieren. Den Angaben zufolge bekannten sich die Verfasser außerdem zu antifaschistischen Parolen an zwei Gaststätten in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) und Schönow (Barnim). Zur Begründung hieß es, daß Neonazis dort Veranstaltungen abhielten. Laut Polizei bezeichneten sich die Bekenner als »autonome Gruppen aus Brandenburg«. Die beiden Autos wurden bei dem Anschlag zerstört. In Biesenthal plant die NPD den Aufbau eines »nationalen Schulungszentrums« in den Räumen eines ehemaligen Flüchtlingsheims.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.08.2008, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!