22.08.2008
Mörderischer Alltag
In Kolumbien wurden seit Jahresbeginn 27 Gewerkschafter ermordet. Zunehmend rückt auch die Opposition gegen Präsident Uribe ins Visier der Todesschwadrone
Von Harald Neuber
Gerade erst hatte Luis Mayusa Prada seinen kleinen Sohn, das jüngste von vier Kindern, zum Arzt gebracht. Als er kurz vor acht Uhr morgens allein nach Hause zurückkehrte, erwarteten ihn seine Mörder. Der Gewerkschaftsaktivist wurde am 8. August vor seinem Haus in Saravena im Departement Arauca von mehreren Kugeln getroffen und war sofort tot. Der 46jährige ist das bisher letzte von 27 Opfern der Todesschwadrone in Kolumbien seit Jahresbeginn. Auch in diesem Fall drä...
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