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Wieder US-Bankchef wegen Krise gefeuert

New York. Die Milliardenverluste aus der US-Immobilienkrise haben erneut den Chef eines großen Bankhauses den Job gekostet: James Cayne gebe ab sofort seine Führungsposition bei der US-Investmentbank Bear Stearns ab, teilte die Bank am Dienstag (Ortszeit) in New York mit. Neuer Konzernchef werde der Bear-Stearns-Topmanager Alan Schwartz. Der 73jährige Cayne bleibe weiter Aufsichtsratschef. Bear Stearns, eine der größten Investmentbanken der Welt, steht wegen massiver Fehlspekulationen mit faulen US-Hypothekenkrediten unter Druck. Die Bank mußte zuletzt 1,2 Milliarden Dollar (816 Millionen Euro) abschreiben und entließ Hunderte Mitarbeiter. Die Aktie verlor mehr als die Hälfte an Wert.

Cayne ist nicht der erste Bankmanager, der wegen der Kreditkrise den Hut nehmen mußte. Die US-Bank Citigroup berief Vikram Pandit vergangenen Monat zum neuen Chef, nachdem sein Vorgänger, Charles Prince, Verluste zwischen acht und elf Milliarden Dollar verkündet hatte. Auch die US-Investmentbank Merrill Lynch und die Schweizer Großbank UBS wechselten ihre Konzernspritze aus. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.01.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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