27.09.2007
Gegen jeden Widerspruch
Die US-Geopolitik wandelt sich: China wird zum Hauptkonkurrenten erklärt, die Wirtschaftsblöcke EU und Ostasien sollen auseinandergehalten werden, eine Strategie des »Langen Krieges« wird entwickelt
Von Werner Biermann und Arno Klönne
Geopolitik als wissenschaftliche Sichtweise wird oft in einen
Zusammenhang mit den Weltherrschaftsplänen der Nazis gestellt.
Im gängigen politiktheoretischen Diskurs wird sie als
altmodisch und obsolet angesehen. Jedoch zeigt sich, daß
geopolitische Kernelemente, nämlich die Beherrschung von
Räumen als Voraussetzung für die Ausübung von
Herrschaft, tief in der US-amerikanischen Außenpolitik
verwurzelt sind. Erinnert sei hier an die Dominotheorie. 1954 vom
US-amerika...
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