07.09.2007
Im Minutentakt
Die Betreuung Pflegebedürftiger ist für die Kommunen ein lästiger Kostenfaktor und für private Anbieter eine Goldgrube. Verlierer sind Patienten und Beschäftigte
Von Rainer Balcerowiak
Bertha W. (*) hat Glück. Zweimal in der Woche bekommt die stark in ihrer Mobilität eingeschränkte und leicht verwirrte Frau Besuch von Ralph K. (*). Der arbeitslose Kunstpädagoge ist als »Ein-Euro-Jobber« bei einem freien Träger eingesetzt und besucht pflegebedürftige Menschen. Mal geht er mit ihnen spazieren, mal sitzt er in der Küche und unterhält sich oder erledigt alltägliche Besorgungen. Die professionelle Pflegekraft, die die 84jährige Frau versorgt, hat dafür...
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