14.05.2007
Die Kriegsunterhalter
Über Unterhaltungsprodukte für Leinwand und Bildschirm wird die Militarisierung der Massenkultur vorangetrieben. In der Computerspielindustrie ist das Zusammenwirken von Militär und privatwirtschaftlicher Kreativtechnologie längst institutionalisiert
Von Peter Bürger
Krieg ist nicht attraktiv. Er erfordert – mehr als alle
anderen Produkte – ein äußerst cleveres Marketing.
Die Mehrheit der Menschen findet es nämlich überhaupt
nicht gut, daß der Zivilisation ausgerechnet zu Zwecken des
Massenmordens unendlich viele Ressourcen materieller und geistiger
Art entzogen werden. Deshalb müssen vor allem die
ökonomische Wurzel des Kriegsapparates und die Interessen der
Kriegsprofiteure im Verborgenen bleiben. In der öffentlich...
Artikel-Länge: 22922 Zeichen


