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Prozeßbeginn gegen Leugner des Holocausts

Berlin. Vor dem Amtsgericht Tiergarten findet am 20. Februar ein Prozeß gegen den Geschichtsrevisionisten Klaus Krusche wegen Volksverhetzung statt. Ihm wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in den Jahren 2005 und 2006 auf seiner Internetseite wiederholt den Holocaust geleugnet und Stimmung gegen Nichtdeutsche und Juden gemacht zu haben. Krusche wurde bereits im November 2005 und im Mai des vergangenen Jahres wegen Volksverhetzung zur Zahlung von Geldstrafen verurteilt. Antifaschisten zufolge, sind gegen ihn noch weitere Verfahren anhängig.

Bei der letzten Verhandlung gegen den Revisionisten hielt eine größere Gruppe Neofaschisten den Gerichtssaal besetzt und machte Stimmung gegen einen Belastungszeugen, der bereits seit Monaten von Rechten bedroht wird. Der Prozeß findet am 20. Februar (14 Uhr) im Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Turmstraße 91 (Gebäude B, Raum B136) statt.

(mb)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.01.2007, Seite 15, Antifaschismus

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