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NPD kann nicht mit Geld umgehen

Berlin. Die Finanzprobleme der NPD sind offenbar größer, als die Partei bislang zugegeben hat. Die Immobilien, mit denen die NPD nach ihrer jüngsten Spendenaffäre Rückforderungen des Bundes absichern wollte, seien bereits erheblich belastet, bestätigte Parteischatzmeister Erwin Kemma dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Der Bundestag will wegen falscher Rechenschaftsberichte für die Jahre 1998 und 1999 rund 870000 Euro an öffentlichen Mitteln aus der Parteienfinanzierung von der NPD zurückfordern.

Laut aktuellen Grundbuchauszügen sei für die Berliner NPD-Zentrale und drei parteieigene Grundstücke derzeit eine Hypothek in Höhe von insgesamt 680000 Euro eingetragen, berichtete das Magazin. Diese Summe übersteige den Wert der Immobilien. In ihrem jüngsten Rechenschaftsbericht beziffere die NPD ihr Haus- und Grundstücksvermögen auf knapp 590000 Euro.

(AP/jW)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.11.2006, Seite 5, Inland

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