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Seyran Ates kritisiert türkische Verbände

Berlin. Die türkischstämmige Frauenrechtlerin Seyran Ates gibt den türkischen Verbänden eine Mitschuld an der »gewalttätigen Stimmung« gegen Frauen. Für sie sei es beleidigend, wenn sich die Türkische Gemeinde oder der Türkische Bund Berlin-Brandenburg zu ihrem Fall äußerten, sagte Ates dem Nachrichtenportal Spiegel Online am Mittwoch. Das seien jene, »die die Hetze gegen mich mit geschürt haben, weil sie immer wieder behauptet haben, ich würde dramatisieren und übertreiben«. Die Trägerin des Berliner Frauenpreises, die sich als Anwältin für die Rechte muslimischer Frauen einsetzte und auch Zwangsheiratsopfer vor Gericht vertrat, hatte jüngst ihre Kanzlei aufgelöst. Zur Begründung gab Ates an, sie sei nach einem Scheidungstermin vom Mann einer Mandantin überfallen worden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.09.2006, Seite 5, Inland

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