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Konfliktstoff

Jubel- und Buhrufe gab es am Donnerstag abend bei den Salzburger Festspielen für die Bearbeitung von Mozarts Opernfragment »Zaide« durch Chaya Czernowin. Die israelische Komponistin hat Mozarts 1779 entstandenes Singspiel von der Entführung zweier Europäer durch einen orientalischen Potentaten und deren Flucht aus dem Serail mit einer modernen Liebesgeschichte zwischen einer Israelin und einem Palästinenser verwoben. Für die Stellen, an denen beim Singspiel die Sprechdialoge stehen, hat sie eigene Kompositionen angefertigt: Streicher, Bläser, Geräuschcluster und Sprechgesänge– dunkle Farbklänge, drohender, zuweilen brutaler Gestus.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.08.2006, Seite 13, Feuilleton

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