Zum Inhalt der Seite

Breker-Schau mit Klopapier attackiert

Schwerin. Nach einer Protestaktion von Gegnern der Arno-Breker-Ausstellung in Schwerin hat deren Kurator Rudolf Conrades am Sonntag alle Forderungen nach vorzeitiger Schließung der Schau zurückgewiesen. Etwa zwei Dutzend teils maskierte Personen waren in die Ausstellungsräume eingedrungen und hatten vier der derzeit dort gezeigten 70 Skulpturen des Lieblingsbildhauers von Adolf Hitler mit Toilettenpapier umwickelt. Besucher wurden aufgefordert, die Ausstellung zu verlassen. In einer Pressemitteilung bekannten sich Teilnehmer eines Camps von G-8-Gipfelgegnern zu der Aktion. Die Aktivisten kritisierten, mit der Schau werde »die aktive Rehabilitierung eines der bekanntesten NS-Künstlers betrieben«.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.08.2006, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!