Zum Inhalt der Seite

Gefahr durch Neonazis in Brandenburg

Potsdam. Verfassungsschützer beobachten eine zunehmende Vernetzung der rechten Szene in Brandenburg. »Problembereiche« seien das südliche Berliner Umland und die Lausitz, sagte Abteilungsleiterin Winfriede Schreiber den Potsdamer Neuesten Nachrichten (Montagausgabe). Zunehmend zögen Rechte in die südlich von Berlin gelegenen Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming. Zugleich nehme die politisch motivierte Kriminalität und Gewaltbereitschaft zu. In der Lausitz gebe es eine ähnliche Entwicklung. Die neonazistischen Kameradschaften unter dem Dach des Lausitzer Aktionsbündnisses (LAB) würden von der sächsischen NPD unterstützt. Nach sächsischem Modell würden verstärkt »Familienfeste« und »provokante Aktionen in der Öffentlichkeit« durchgeführt. Zudem würden kleine Gewerbetreibende angeschrieben. »Wenn es der NPD gelingt, sie zu integrieren, hat sie Leute, die sie bei Wahlen aufstellen und in die kommunalen Vertretungen entsenden kann«, betonte Schreiber.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.08.2006, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!