28.07.2006
Geheimdienst wollte Spitzel werben
München: Polizei gab offenbar Daten an Verfassungsschutz weiter. Der versuchte, eine Studentin für sich zu gewinnen
Von Nick Brauns
Als die 20jährige Jasmin P. (Name geändert) Mitte letzter Woche mit ihrem Fahrrad an einer roten Ampel in der Nähe der Münchner Uni hielt, wurde sie von einem anderen Radfahrer angesprochen. Der wies sich als Herr Blenk vom Verfassungsschutz aus. Er sei durch bestimmte Personen und Informationen auf sie aufmerksam geworden und könne ihr einen »lukrativen Nebenjob« anbieten. Als die Studentin dieses Angebot zurückwies, drückte Blenk ihr seine Visitenkarte in die Ha...
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