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Günther Nenning tot

Am Montag starb Günther Nenning im Alter von 85 Jahren in Tirol. Er war einer der bekanntesten österreichischen Intellektuellen. Doppelt promoviert (weshalb ihn Bruno Kreisky Günther Günther Nennig nannte) wurde er mit der von ihm konzepierten Zeitschrift Neues Forvm, eine Art österreichische Konkret, bekannt, talkte im Fernsehen, gründete eine Jugendzeitschrift als »unabhängige Zeitung für Abhängige«, förderte die Grünen und flog deshalb bei den Sozis raus und schrieb zuletzt Kolumnen für die Kronen Zeitung, die er lange Zeit bekämpft hatte. Er nannte sich selbst einen »Rot-Grün-Hellschwarzen« und wünschte sich im jW-Interview 2004 »einen Revisionismus, der an Visionen festhält«. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2006, Seite 12, Feuilleton

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