20.01.2006
Vorwand für Washington
Antisemitismus-Anschuldigung gegen Hugo Chávez folgen schwere Vorwürfe gegen Wiesenthal-Zentrum. Kampagne wird in neokonservativen US-Medien fortgeführt
Von Harald Neuber
Es war eine Steilvorlage für die US-amerikanischen Gegner
der venezolanischen Regierung. Eine Woche nachdem das
Regionalbüro des Simon-Wiesenthal-Zentrums in der
argentinischen Hauptstadt Buenos Aires Präsident Hugo
Chávez antisemitische Äußerungen vorgeworfen hat,
spitzten gleich zwei einflußreiche Publikationen in den USA
die Angriffe zu. Sowohl das Wall Street Journal als auch das
Magazin Weekly Standard, zwei zentrale Organe der im Weißen
Haus dominanten neokons...
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