09.10.2004
Erpressung bei Siemens geht weiter
Lohnkürzung in Bruchsal mit Verlagerungsdrohung durchgesetzt. Nach Arbeitszeitverlängerung mangelnde Kapazitätsauslastung und Abbau von Leiharbeit in Kamp-Lintfort. Personalabbau in Nauen
Von Daniel Behruzi
Erpressung funktioniert. Das hatte die Konzernspitze der Siemens AG bereits im Juni diesen Jahres festgestellt, als sie in Kamp-Lintfort und Bocholt eine unbezahlte Verlängerung der Arbeitszeit auf 40 Wochenstunden durchsetzte. Nun geht dasselbe Spielchen – mit der Drohung, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern, werden Zugeständnisse der Belegschaften erzwungen – in einem Siemens-Werk nach dem anderen weiter. So segnete die Tarifkommission der IG Metall am gestrige...
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