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22.06.2004

Wirtschaft als das Leben selbst

Re- und Demythifizierung von Berlin-Kreuzberg

Von Helmut Höge
Nach 1945 wurde das zerbombte Kreuzberg langsam für Künstler interessant, die einige düstere Kneipen wie die »Kleine Weltlaterne« und den »Leierkasten« zu ihren gutgeheizten Zentren erkoren. Auch der Mauerbau tat dann dem Bezirk gut, der zwar eine Bevölkerungsabwanderung verzeichnete, sich aber ab da – als »Landsend« und »Insel« – zu einem »Aussteiger-Mekka« entwickelte. Bereits 1964 schrieb R.W. Schnell eine »Kreuzberger Ballade« über diese Szene, die sich vornehml...

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