12.09.2002
Hautnah
Rassismus als chronische Krankheit: Zur Tagespresse des Oscar-prämierten »Monster’s Ball«
Von Andreas Hahn
Ich habe »Monster's Ball« zweimal gesehen. Der Film kam mir sehr krank vor. Krankheit nicht im Sinne eines ästhetischen Kampfbegriffurteils, wie Goethe es noch gebrauchte, um das klassische Humanitätsideal nicht vom Kannibalismus der Kleistschen »Penthesilea« anfallen lassen zu müssen, und nach ihm eine Horde nietzscheanischer Zivilisationskritiker als Urteil über den Geschmack des sentimentalisch romantischen Pöbels, sondern Krankheit im Sinne von Frantz Fanon, der...
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