31.05.2001
Interniert im »Projekt X«
Razzien und Verhöre. In Niedersachsen werden Flüchtlinge genötigt, an ihrer Abschiebung mitzuwirken
Von Reimar Paul
Ende April meldeten Flüchtlingsorganisationen den Foltertod des syrischen Kurden Hussein Daoud. Der 28jährige sei an Verletzungen gestorben, die er bei Mißhandlungen im Polizeigewahrsam in Damaskus erlitten hatte. Daoud war im vergangenen Dezember aus Deutschland abgeschoben und bei seiner Ankunft in Syrien sofort verhaftet worden. Vorher lebte er als Zwangsteilnehmer am sogenannten »Projekt X« in einem abgeschotteten Bereich der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewer...
Artikel-Länge: 4788 Zeichen


