12.05.2026: Der neue Munizipalismus in Barcelona
Mit der Wahl von Ada Colau zur Bürgermeisterin von Barcelona im Jahr 2015 wurde die Stadt zu einem internationalen Bezugspunkt progressiver Stadtpolitik. Maßgeblich geprägt wurde diese Entwicklung durch das Projekt der Bewegungspartei Barcelona en Comú, die bis 2023 die lokale Regierung stellte.
Die Veranstaltung gibt Einblicke in den Ansatz des neuen Munizipalismus sowie in zentrale Konzepte, wie etwa lokale Demokratie, Commons und die Verbindung von sozialen Bewegungen und institutioneller Politik. Zugleich stellt sie die Frage, inwieweit diese Ansätze tatsächlich umgesetzt werden konnten und wo ihre Grenzen sichtbar wurden. Ausgehend vom Beispiel Barcelona diskutieren wir, welche Lehren sich für Städte wie Berlin ziehen lassen und wie aktuelle Entwicklungen – etwa in New York City unter Zohran Mamdani – einzuordnen sind. Im Zentrum steht die These, dass politische „Leuchttürme“ in der Praxis häufig sowohl vor Ort als auch anderswo die mühsame Arbeit lokaler Organisierung überstrahlen und dadurch eher zur Demobilisierung beitragen als Orientierung zu bieten.
Referent_innen: Silke van Dyk, Professorin für Politische Soziologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Sprecherin des Sonderforschungsbereichs "Strukturwandel des Eigentums". Sie forscht zu sozialer Ungleichheit, Sozialpolitik und Eigentumsverhältnissen, dem Spannungsverhältnis von Kapitalismus und Demokratie sowie den Möglichkeiten und Grenzen alternativer Ökonomien.
Markus Kip ist Soziologe und diskutiert die Forschungsergebnisse aus der Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Auseinandersetzungen um das Öffentliche und die Zukunft der Commons" an der Universität Jena / Sonderforschungsbereich "Strukturwandel des Eigentums" (2021-2024).
Moderation: Frank Engster
Kosten: 2 €
Veranstaltet durch: Helle Panke
19:00 Uhr
Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin Kopenhagener Str. 9 10437 Berlin Weitere Infos: https://www.helle-panke.de/de/topic/3.termine.html?id=4040