27.08.2018 / Presseerklärung

Ex-Wissenschaftsminister Meyer kritisiert Berliner Erzbistum

In der Debatte um die Umgestaltung der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale hat sich der frühere Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Hans Joachim Meyer (CDU), kritisch zum Vorhaben des Berliner Erzbistums geäußert. Das neue Projekt für die Hauptstadtkathedrale sei „ein banaler, ja reduktionistischer Entwurf“, sagte Meyer im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden überregionalen Tageszeitung junge Welt (Dienstagausgabe).

Zudem gebe es für den geplanten Totalumbau des Innenraums der Kathedrale „keinen wirklichen Grund“. Meyer spricht sich als letzter Minister der DDR für Bildung und Wissenschaft für den Erhalt architektonischer Zeugnisse dieser Zeit aus. So hätte er es für einen Skandal gehalten, wenn man aus dem Foyer der Humboldt-Universität Berlin das dort angebrachte Marx-Zitat entfernt hätte.

Hans Joachim Meyer (CDU) war letzter DDR-Minister für Bildung und Wissenschaft. Von 1990 bis 2002 war er sächsischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst. Außerdem war er von 1997 bis 2009 Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken.

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