04.09.2014 / Thema / Seite 10

Kein Bündnis der Parias

Analyse. Angeblich soll es ein riesiges Rohstoffgeschäft zwischen Rußland und Iran geben. Doch einer Zusammenarbeit stehen Konkurrenz und Mißtrauen entgegen

Knut Mellenthin
Rußland will dem Iran beim Umgehen der US-Sanktionen helfen, indem es ihm fünf Jahre lang 500000 Barrel Rohöl pro Tag (bpd) abnimmt und als eigenes weiterverkauft. Von Moskau sollen die Lieferungen, die einen Wert von ungefähr 18 bis 20 Milliarden Dollar pro Jahr haben, mit Waren, Dienstleistungen und Investitionen bezahlt werden. Dazu sollen unter anderem Atomkraftwerke, Schienen und anderes Material für den Eisenbahnbau, Hilfe bei der Elektrifizierung des iranischen Bahnnetzes, schwere Lkw, Raffinerien und Gerät für die Gas- und Erdölförderung gehören.

Die außerordentliche Dimension des Geschäfts wird bereits deutlich, wenn man dagegenhält, daß sich heute das Volumen des Handels zwischen dem Iran und Rußland nur auf fünf Milliarden Dollar jährlich beläuft und damit ungefähr den gleichen Umfang hat wie der Warenaustausch zwischen Iran und Afghanistan. Außerdem entsprächen 500000 bpd rund 40 Prozent des gegenwärtigen iranischen Erdölexports. ...

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